Die ungerechte Verteilung des Glücks

Montag, 18. Juli 2011:
Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass ich meine Kommilitonin und Kollegin Christina kennen gelernt habe. Schon auf den ersten Blick fand ich sie sympathisch und zugleich attraktiv. Dieser Eindruck verstärkte sich im Laufe des Abends noch. Sie ist genau so alt wie ich, hat ebenfalls ein duales Bachelor-Studium absolviert und... war damals schon seit über drei Jahren mit ihrem Freund zusammen. => mehr

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Geboren um zu leben

Samstag, 12. Juni 2010:
Ich hatte gestern Vormittag einen Termin in Frankfurt am Main. Daher bin ich um kurz nach 3 Uhr aufgestanden. Das Außenthermometer zeigte 18°C. Der Himmel war zwar bewölkt, doch der Wetterbericht hatte einen warmen Tag für Frankfurt vorhergesagt. Daher entschloss ich mich keine Jacke mitzunehmen, als ich gegen kurz nach 4 Uhr mit kurzärmligem Hemd in die laue Sommernacht hinaustrat. Ich setzte mich ins Auto und fuhr Richtung Bahnhof. Im Radio lief das Lied „Geboren um zu leben“ von Unheilig. => mehr

Verfehlte Energiepolitik mindert gesamtwirtschaftlichen Wohlstand

Erträge werden privatisiert und Aufwendungen solidarisiert – das ist das Ergebnis der Lobbyarbeit der Energiekonzerne. Zwar ist es legitim, dass Unternehmen ihre berechtigten Interessen gegenüber der Politik vertreten. Und auch gegen die Absicht der Energieversorger, ihre Gewinne zu maximieren, ist nichts einzuwenden. Führt doch die unsichtbare Hand zum größtmöglichen gesamtwirtschaftlichen Wohlstand. Allerdings funktioniert dieses Prinzip nur auf einem vollkommenen Markt. Und die staatlichen Eingriffe als Resultat der Lobbyarbeit bewirken, dass die Ressourcen nicht optimal allokiert werden. => mehr

Aus Fehlern wird nicht jeder klug

Nichts gelernt aus der aktuellen Finanzmarktkrise hat offenbar die US-Notenbank Fed. Lag eine der Ursachen für die Subprime-Krise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt doch in den niedrigen Zinsen in der Zeit von 2003 bis 2005. Die günstigen Konditionen bei gleichzeitig steigenden Immobilienpreisen verleiteten auch Menschen mit schlechter Kreditwürdigkeit dazu, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Dazu eine variable Verzinsung der Darlehen und eine zu hohe Bewertung der Sicherheiten durch die Banken: Fertig war das Kartenhaus, das durch seinen Einsturz die schwerste Finanzkrise seit 1929 ausgelöst hat. => mehr

Der Sinn des Lebens

Wir müssen die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das Leben mit dem Tod ein für alle Mal endet. Außerdem ist es möglich, dass es keinen objektiven, von außen gegebenen Sinn des Lebens gibt. Daraus ergibt sich die Frage, wie wir unser Leben führen sollen, damit es – wenn auch nur für uns selbst – einen Sinn hat. => mehr

Die Erkenntnis der Endlichkeit

Samstag, 23. August 2008:
Keine Seite des Buches kann ich weiter lesen, bevor ich nicht meine Gedanken aufgeschrieben habe. Die Erkenntnis, dass all mein Wissen, meine Erfahrung, meine Einsichten nach meinem Tod für immer verloren sind, wenn ich sie nicht weitergebe, lässt mir vorher keine Ruhe, ist letztlich der Grund, warum ich diese Seite erstelle. => mehr

Ein Dank an die Linkspartei

Die Linke ist die einzige der im deutschen Bundestag vertretenen Parteien, die sich abgrenzt gegen die diffuse politische „Mitte“. Sie bereichert unser eintöniges politisches Farbspektrum um das Rot, dem die einstige Arbeiterpartei SPD nun verzweifelt hinterherjagt. Noch vor ein paar Jahren beanspruchte sie unter Gerhard Schröder die „Mitte“ für sich. Heute macht die FDP der Union ihre Definition von „Mitte“ streitig. Bleiben noch die Grünen, die 2005 mit der Regierungsbeteiligung auch jegliches Profil und jegliche politische Bedeutung verloren haben. Und so fehlt es der deutschen Politik an echten Alternativen. Der Bürger weiß längst nicht mehr, woran er sich noch halten kann, wenn die liberale Arbeitsmarktreform Hartz IV von einer SPD-geführten Regierung ins Leben gerufen und von einer Unions-geführten Regierung zu Grabe getragen wird. => mehr

Der liberale Traum

Ich träume von einem Land, in dem alle Menschen die Rechte und Freiheiten genießen, die ihnen von Natur aus zustehen. Ich träume von einem Land, in dem die Menschen die ihnen gegebene Freiheit annehmen und den Mut und die Kraft aufbringen, selber für sich und ihr Fortkommen die Verantwortung zu übernehmen. Ich träume von einem Land, in dem die Leistung eines Menschen über seinen Erfolg im Leben entscheidet – unabhängig von seiner ethnischen und sozialen Herkunft. Ich träume vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten! => mehr

Der Dualismus des Seins

Hat der Mensch einen freien Willen? Diese Frage scheint angesichts der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse immer schwieriger zu bejahen. Wir werden bestimmt durch chemische und physikalische Vorgänge, die eindeutigen Naturgesetzen unterliegen. Jedes noch so zufällig erscheinende Ereignis in dieser chaotischen Welt ist das Ergebnis seiner Anfangsbedingungen. Ist der Mensch also nur ein willenloses Objekt in einem komplexen System mit nichtlinearer Dynamik, dem deterministischen Chaos? => mehr

Geld macht nicht glücklich

Mittwoch, 11. Juli 2007:
Ich bin wirklich zu beneiden: Ich habe ein eigenes Auto, eine eigene Wohnung, in der zwei Computer und ein Fernseher stehen, demnächst werde ich mir ein Notebook kaufen, das ich zu Studienzwecken nutzen will, denn ich beginne im August ein gut bezahltes duales Studium, und meine einzige finanzielle Sorge ist: Wie verteile ich die Freistellungsaufträge auf meine Banken, dass diese keine Zinsabschlagssteuer einbehalten? Ich bin ein verwöhntes Einzelkind, das von seinen Eltern alles kriegt und darüber hinaus auch von seinen Großeltern großzügig unterstützt wird. => mehr

Eine Frühlingsnacht

„Tschüß.“ Sie umarmte ihn. „War ne schöne Party“, sagte sie und wollte sich gerade auf den Heimweg machen.
„Bitte geh noch nicht, ich muss dir unbedingt noch was sagen. Etwas sehr Wichtiges.“ Sie blieb stehen und sah ihn überrascht und erwartungsvoll mit ihren hübschen blauen Augen an. Etwas nervös blickte er zurück. Sie sieht wunderschön aus, dachte er. Ihr schulterlanges brünettes Haar wehte leicht im kühlen Nachtwind. Ihr zartes Gesicht wirkte etwas blass im Licht des Vollmonds. => mehr

Max Mustermann

Er war ein unauffälliger Mensch. Abitur. Verheiratet, zwei Kinder. Jeden Morgen stand er um halb sieben auf, wusch sich, las die Zeitung, während er seinen Kaffee trank und ein Brötchen aß. Er verabschiedete sich von seiner Frau und den Kindern und fuhr mit dem Auto in die Stadt zur Arbeit. Pünktlich um acht saß er im Büro. Kunden und Mitarbeitern gegenüber war er stets freundlich und zuvorkommend. Sein Chef schätzte seine Zuverlässigkeit. Er versuchte mit den Anforderungen des Alltags bestmöglich zurecht zu kommen. Nie kam er mit dem Gesetz in Konflikt. => mehr

Frühlingsgefühle

Ich wandre durch den Nebel,
einsam und allein.
Seh keine Menschenseele,
Verzweiflung weit und breit.
=> mehr

Als säh’ ich in mein eignes Herz

Mittwoch, 10. Januar 2007:
„Ich könnte das beste, glücklichste Leben führen, wenn ich nicht ein Tor wäre.“ „Umsonst strecke ich meine Arme nach ihr aus, morgens, wenn ich von schweren Träumen aufdämmere, vergebens suche ich sie nachts in meinem Bette, wenn mich ein glücklicher, unschuldiger Traum getäuscht hat, als säß' ich neben ihr auf der Wiese und hielt' ihre Hand und deckte sie mit tausend Küssen.“ => mehr

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

Die Wiege der westlichen Zivilisation liegt im antiken Griechenland. Nicht nur die Demokratie hat ihren Ursprung im südlichsten Land der Balkanhalbinsel, die griechische Philosophie prägt bis heute das abendländische Denken. So stammt auch die für die westliche Zivilisation fundamentale Erkenntnis „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ von dem griechischen Philosophen Sokrates. => mehr

Der dialektisch-historische Materialismus

Seit Karl Marx seine Theorie von einer von Klassenkämpfen geprägten Geschichte formuliert hat, die sich auf den Endzustand des Kommunismus hinentwickelt, waren seine Anhänger stets bemüht, die letzte Phase des Kapitalismus zu diagnostizieren. Doch warum bereits heute – gerade einmal 217 Jahre nach der bürgerlichen Revolution in Frankreich – die Endstufe der bourgeoisen Gesellschaft erreicht sein soll – wo doch die anderen Gesellschaftsformen in der Geschichte über Tausend Jahre Bestand hatten –, bleibt unklar. => mehr

Bildungspolitik ist Wirtschaftspolitik

Als Hoffnungslos, Leistungs- und Aufstiegsunwillig, in problematischer finanzieller und familiärer Situation lebend wird das „Prekariat“ beschrieben, das die vorab bekannt gewordene Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung als eine von neun gesellschaftlichen Gruppen identifiziert. Doch es wird nicht nur ein Problem aufgeworfen. Die Stiftung zeigt gleichzeitig einen Weg aus der Misere auf: Zentraler Lösungsweg müsse Bildung sein – „Bildung und noch mal Bildung“, wie Frank-Dieter Karl von der Friedrich-Ebert-Stiftung in einem Interview mit tagesschau.de erklärt. => mehr

Gespiegelte Lieblosigkeit

Sonntag, 22. Oktober 2006:
Ich hasse Ferien! Sie führen mir meine Einsamkeit so deutlich vor Augen. Tagelang habe ich keinerlei Kontakt zu meinen Mitschülern. Ich sitze allein zu Hause vor dem Computer, gehe alleine spazieren oder lese ein Buch, um mir einreden zu können, etwas Sinnvolles getan zu haben. => mehr

Hoffnung auf Besinnung in der hoffnungslosen Sinnlosigkeit

Mittwoch, 18. Oktober 2006:
Ich war nicht mehr wirklich überrascht. Ich wusste gleich, als ich heute Morgen den Brief in der Hand hielt, dass es eine weitere Absage ist. Zwei Chancen auf einen ausbildungsintegrierten Studiengang habe ich noch, aber ich mache mir kaum Hoffnung. Auf die Weise hält sich auch die Enttäuschung in Grenzen. => mehr